Regionalsektion Berner Mittelland
Freiwilligeneinsatz im November
Am 14. November findet ein Freiwilligeneinsatz bei der Panzersperre Marfeldingen zur Pflege der Unkentümpel statt. Bist du an der Teilnahme interessiert? Dann melde dich via @email für den Anlass an. Details siehe unten im Jahresprogramm 2026.
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Sebastian Eggenberger
Jahresprogramm 2026
Am Samstag, 28. Februar 2026 war ein Pflegeeinsatz in der Biberaue Ferenbalm geplant. Er musste leider wegen Krankheit abgesagt werden.
An der Mitgliederversammlung der Regionalsektion Berner Mittelland haben wir nach einem kurzen statutarischen Teil einen Vortrag von Nik Indermühle (Fachstelle Ökologie und Umwelt von Stadtgrün Bern) zum Tier des Jahres, dem Igel, gehört und anschliessend im Foyer des Naturhistorischen Museum gemeinsam einen Apero genossen.
Auch dieses Jahr waren wir als Regionalsektion wieder mit einem Stand am Berner Wildpflanzemärit auf dem Bundesplatz vertreten. Das Interesse am Tier des Jahres (mit Quiz dazu bei uns am Stand) und anderen PN-Themen war gross.
Sabine Tschäppeler zeigte uns auf einer Führung, welche Arten mit welchen Massnahmen gefördert werden können und welche Strukturen in der Stadt der Natur dienen, zum Biespiel den Friedhof Bümpliz mit vielen grossen, alten, schattenspendenden Bäumen.
Von heissen Betonwüsten zu kühlen Refugien: Auf einem Hitzespaziergang durch den Westen Berns spürten wir unter der Leitung von Moritz Gubler von BernbleibtGrün Ursachen und Folgen städtischer Wärmeinseln auf, bekamen Einblicke in die Stadtklimaforschung der Uni Bern und begegneten Beispielen, wie sich urbane Räume gegen die Folgen des Klimawandels wappnen können.
Die Fledermausexkursion führte uns am historischen Schloss Toffen vorbei, durch eine abwechslungsreiche und strukturreiche Landschaft aus Buchen-Mischwald, Wiesen und Äckern. Viele alte Bäume, Totholz und die historischen Gebäude bieten den Fledermäusen Unterschlupf und die nahegelegenen Höhlen stellen Überwinterungsmöglichkeiten dar. Wir sahen uns die Fledermauslebensräume an und machten die Ultraschall-Rufe der Fledermäuse mithilfe von Fledermausdetektoren für uns hörbar. Viele Fledermäuse lassen sich anhand ihrer Rufe bis auf die Art bestimmen. Von den 14 vor Ort vorkommenden Fledermausarten konnten wir mind. 8 anhand ihrer Rufe feststellen. Wir vermuten, dass aufgrund des bevorstehenden Gewitters nicht alle vor Ort vorkommenden Arten in diese Nacht auf die Jagd gegangen sind. Das Gebiet bietet zudem viele interessante und wichtige Lebensräume für Insekten.
In unserem Naturschutzgebiet in Marfeldingen ist ein Pflegeeinsatz fällig. Dabei werden wir den Gelbbauchunkentümpeln den Herbst- / Winterputz gönnen und die Hecke pflegen.
In der Hecke werden v.a. Brombeeren zurückgeschnitten und je nach Vegetation weitere Pflegeschnitte gemacht. Die Tümpel befreien wir von der umgebenden Vegetation, ergänzen Asthaufen und rechen Laub aus den bereits abgelassenen Tümpeln.
Ort: Panzersperre Marfeldingen
Zeit: 9.30 Uhr bis ca. 14.00 Uhr.
Treffpunkt: Gümmenen am Bahnhof. Bitte teile uns bei der Anmeldung mit, wie du deine Anreise planst, so dass wir Fahrgemeinschaften bilden können.
Material: Arbeitshandschuhe, evtl. kleiner Snack für zwischendurch und etwas zu trinken. Wenn möglich Gummistiefel oder Wanderschuhe.
Verpflegung: Wir freuen uns darauf, Euch ein warmes Mittagessen zu offerieren und nach getaner Arbeit bei Kaffee und Kuchen zusammen zu plaudern.
Anmeldung: per Mail an @email (Anzahl Teilnehmende beschränkt)
Rückblick: Jahresprogramm 2025
Am 5. April haben wir bei strahlendem Wetter eine Exkursion in die Rehag-Grube durchgeführt und viel Interessantes über Wildbienen erfahren. Nora Rieder, Biologin und Wildbienenspezialistin, konnte uns die Bienen fliegend und nistend zeigen und auch noch gleich Tipps mitgeben, wie wir die Bienen im Garten fördern können.
Am 23. April 2025 war die Regionalsektion mit einem Stand am Wildpflanzenmärit auf dem Bundesplatz in Bern vertreten. Im Fokus stand das Tier des Jahres 2025, die Hain-Schnirkelschnecke. Das Tier des Jahres schien viele der Besucherinnen und Besucher von jung bis alt zu begeistern. Die Teilnahme am Wettbewerb war gross und wir konnten wie jedes Jahr viele attraktive Preise wie ein NaturforscherInnen-Set und Wildblumensamen versenden.
Beim letzten Pflegeeinsatz in der Biberaue Ferenbalm haben wir invasive Neophyten entdeckt. Damit sich diese möglichst nicht weiter ausbreiten, haben wir bei einem gemeinsamen Abendspaziergang in der Biberaue Drüsiges Springkraut entfernt.
Am 20. Juni 2025 fand unsere Mitgliederversammlung im Naturhistorischen Museum in Bern statt. Nach einem kurzen statuarischen Teil gab uns Estée Bochud spannende Einblicke in die Merkmale, den Lebensraum und das Verhalten der Hain-Schnirkelschnecke, das Tier des Jahres 2025. Sie nahme uns mit auf eine faszinierende Reise in die Welt der Schnecken und zeigte, was diese Tiere so besonders macht und wie vielfältig diese Gruppe in der Schweiz ist. Anschliessend haben wir die Gespräche bei einem Apéro weitergeführt.
Beim vorletzten Pflegeeinsatz in der Biberaue Ferenbalm haben wir invasive Neophyten entdeckt. Damit sich diese möglichst nicht weiter ausbreiten, wollten wir bei einem zweiten gemeinsamen Abendspaziergang dieses Jahr in der Biberaue Drüsiges Springkraut entfernen. Wir mussten den Anlass wegen Hitze (35°) leider absagen.
Am 16. August haben uns Stefan Steuri, Ranger Naturpark Gantrisch und Martin Künzle, Leiter Biodiversität und Landschaft Naturpark Gantrisch, auf einer Exkursion zum Thema "Auen und Besucherlenkung an Sense/Schwarzwasser" spannende Informationen zum Gebiet und dessen Pflege gegeben. Wir erhielten einen Einblick in Flora und Fauna und konnten dabei Gelbbauchunken und eine Wasseramsel beobachten.
Im November führten wir den Herbstputz der Tümpel bei der Panzersperre Marfeldingen durch. Als erstes wurde das Wasser abgelassen und eine Gruppe reinigte die ausgelassenen Tümpel.
Ein paar Tage später stutzte die zweite Gruppe die Hecke und rückte vor allem den Brombeeren zu Leibe. Nach dem Einsatz gab es für die Helferinnen und Helfer leckere Suppe, feines Gebäck und eine Tasse wärmenden Tee.
Weitere Themen und Hinweise
Freiwilligeneinsätze
Aufwertung Panzersperre Marfeldingen
Auf Initiative von Pro Natura Berner Mittelland hat Pro Natura Bern im Jahr 2016 die Panzersperre in Marfeldingen (Gemeinde Mühleberg) erworben. Dies bietet eine Möglichkeit, Kulturland ökologisch aufzuwerten und die Waldgebiete zu vernetzen. Ziele des Projektes sind Erstellung einer Vernetzung im Landwirtschaftsland, Förderung der Hauptzielarten Wiesel, Reptilien (Zauneidechse), Neuntöter und Wildbienen mit der Erstellung entsprechender Strukturen (Kleinstrukturen, Hecken, Tümpel), Einbezug der Bevölkerung in Aufwertung mittels Freiwilligenarbeit, Aufwertung des Landschaftsbildes.
Biberaue Ferenbalm
So gross wie vier Fussballfelder ist das Gebiet, das Pro Natura Bern für die Renaturierung eines Abschnitts des Flusses Bibere und zur Aufwertung durch den Biber in Ferenbalm gekauft hat. Nun wird diese alte Aue wieder zum Leben erweckt...weiterlesen.
Bei Interesse an Freiwilligeneinsätzen kannst du dich via @email in die Verteilerliste eintragen lassen.
Ausstellung «Die Aare» im Eichholz
Noch bis am 25. Oktober läuft im Pro Natura Zentrum Eichholz die Ausstellung «Die Aare - vielfältiger Lebensraum mit bewegter Geschichte». Mehr Informationen
Belpmoos
Die Regionalsektion Bern-Mittelland ist Mitglied des Verein Natur-Belpmoos. Der Verein hat sich erfolgreich für die Aufnahme des Belpmoos ins nationale Register der Trockenwiesen und-weiden (TWW) eingesetzt. Damit wird diese für die Biodiversität wertvolle Fläche geschützt und nicht mit einer Photovoltaik-Anlage überbaut. Am 12. September 2026 hat der Verein diesen Erfolg am Belpmoos-Fest gefeiert und hat seine Vision für die Region präsentiert. Der Verein sieht das Belpmoos als Lebensraum, der nachhaltig und zusammenhängend entwickelt werden soll.
Jugendnaturschutz Bern
Die Juna Bern begeistert Kinder und Jugendliche für die Natur mit spannenden Anlässen draussen. Weitere Informationen und Jahresprogramm
Vorstand Regionalsektion Berner Mittelland
- Zindel Renate, Biologin (Co-Präsidentin)
- Eggenberger Sebastian, Klimatologe (Co-Präsident)
- Bolzern Mauro, Geograf
- Holenstein Bruno, Forstingenieur
- Keller Eva, Projektleiterin
- Kipfer Micha, Landschaftsgärtner/Umweltingenieur
- Kirchhofer Arthur, Fischereibiologe
- Künzle Martin, Biologe
- Wagner Claudia, Umweltingenieurin
- Witschi Gaby, Geografin
Spendenkonto Regionalsektion
IBAN: CH 40 0900 0000 3000 4157 2 (Vermerk "Spende")