Panzersperre Marfeldingen © Matthias Sorg

Aufwertung Panzersperre Marfeldingen, Mühleberg

Pro Natura Bern erwarb die Panzersperre in Marfeldingen (Gemeinde Mühleberg) 2016. Die Regionalsektion Berner Mittelland plante und realisierte in der Folge eine ökologische Aufwertung.

Strukturelemente, die Kleinsäugern und Insekten Lebensraum bieten, sind in vielen Landwirtschaftsgebieten selten geworden. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat Pro Natura Berner Mittelland die Panzersperre ökologisch aufgewertet. Durch das Projekt soll neuer Lebensraum für Wiesel, Reptilien und verschiedene Vogelarten entstehen, und die Vernetzung der beiden Waldstücke soll verbessert und das Landschaftsbild aufgewertet werden. Die geplanten Massnahmen konnten dank finanzieller Unterstützung durch den BKW-Ökofonds und den La Nicca Fonds der Naturforschenden Gesellschaft von Bern sowie einer Spende der Aktion 72 Stunden von Jugendlichen in Münsingen realisiert werden.

Freiwillige im Einsatz

Die Umsetzung startete im Herbst 2017 mit dem Bau von drei Steinhaufen zwischen den Zacken der Panzersperre. In die Steinhaufen wurden Kammern eingebaut, die Wieseln und anderen Kleintieren als Brutkammer dienen sollen. Die weiteren Strukturelemente konnten während eines Arbeitseinsatzes mit neun motivierten Helferinnen und Helfern umgesetzt werden. Dabei wurde Astmaterial aus der Nähe zu Asthaufen aufgeschichtet und einheimische Sträucher entlang der Panzersperre gepflanzt. Trotz nassem Wetter waren die Helferinnen und Helfer mit grossem Einsatz und Freude dabei. Durch eine leckere Kürbissuppe über Mittag gestärkt und aufgewärmt, konnten die Arbeiten schon am frühen Nachmittag abgeschlossen werden.

So geht es weiter

Die Strukturelemente und der Krautsaum müssen regelmässig gepflegt werden. Die Steinhaufen werden von Zeit zu Zeit von Vegetationsbewuchs befreit und die Asthaufen mit neuem Astmaterial ergänzt. Die Sträucher werden abschnittsweise alle paar Jahre geschnitten, um eine möglichst grosse Strukturvielfalt zu erhalten. Bis sich die Sträucher etabliert haben, werden Schafe weiterhin in den Flächen grasen dürfen. Anschliessend sollte sich ein Krautsaum bilden können, welcher gemäht wird.

Freiwillige Helferinnen und Helfer von Pro Natura pflegen die Panzersperren in Zusammenarbeit mit dem Bewirtschafter der angrenzenden Fläche. Ob sich die Bemühungen für Wiesel und Reptilien gelohnt haben, wird sich in den nächsten Jahren zeigen.

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