Projekt Biberraum Dürrenroth
Spatenstich erfolgt
Nachdem der Biber etwa zwei Jahre ausschliesslich im oberen Teil des Projektgebietes gewerkelt hat, wechselte er, kurz vor Baustart, seinen Standort in den unteren Teil. Genau dort, wo wir unsere erste Massnahme umsetzen wollten.
Deshalb mussten wir einige Projektanpassungen machen, was uns kurzfristig etwas ins Rotieren brachte.
Doch nun sind wir wieder auf Kurs und seit dieser Woche fleissig am Bauen.
Ökologische Massnahmen in der ersten Bauphase
In der ersten Bauphase soll ein Standort von Neophyten befreit werden. Bei dieser Massnahme ist es wichtig, dass das Pflanzenmaterial richtig entsorgt wird, damit es sich nicht weiter ausbreiten kann.
Dann kommen die spannenden Massnahmen:
Wir werden an einem Abschnitt das Ufer abflachen. Das Wasser wird dort verlangsamt fliessen und Sedimente werden abgelagert. Im flachen Uferbereich werden wir regionales Saatgut ausbringen. Das nun flache Ufer soll Libellen und Tagfaltern als Lebensraum dienen.
Dann werden wir an einigen Stellen sogenannte Schlüsselhölzer in den Bach legen. Je nachdem, in welche Richtung die Hölzer ausgelegt werden, wird das Wasser in die eine oder in die andere Richtung gelenkt. Ausserdem sorgen die Hölzer für eine unterschiedliche Fliessgeschwindigkeit im Gewässer. Dies führt zu einer unterschiedlichen Ufergestaltung. Im Weiteren bieten die Hölzer wasserbewohnenden Lebewesen Schutz und Unterschlupf. Das Holz für die Verbauungen dürfen wir aus dem nahen Wald beziehen.
Damit wir die Schonzeit für die Bachforellen einhalten können, müssen die Bauarbeiten im Wasser bis Ende Oktober beendet sein.
Aber auch danach wird uns nicht langweilig werden.
Am Bord der Emmental Bahn werden wir einen sogenannten Kombihaufen anlegen. Dies ist eine Ansammlung aus Sand, Kies, Steinen und Holz, in dem sich Reptilien wie die Eidechse wohlfühlen dürfen.
Bleiben Sie dabei und verfolgen Sie die weitere Umsetzung des Projektes Biberraum Dürrenroth auf dieser Webseite!