Regionalsektion Berner Oberland
Vorstand
Einladung zur 67. Jahresversammlung von Pro Natura Berner Oberland
Samstag, 7. März 2026 14.00 Uhr in der Burgerstube des Lötschbergzentrums in Spiez
1. Teil : Traktanden
1. Jahresbericht 2025
2. Jahresrechnung und Revisorenbericht 2025
3. Budget 2026
4. Wahlen
5. Tätigkeitsprogramm 2026
6. Verschiedenes
2. Teil : Eine charismatische Herausforderung für den Artenschutz zirka 15.30 Uhr
Seit knapp 10 Jahren breitet sich der Fischotter langsam wieder in der Schweiz aus. Diese Erfolgsgeschichte bringt neue Herausforderungen mit sich. Doch was wissen wir eigentlich über den Fischotter? Biologin und Buchautorin Irene Weinberger ist dem Otter seit Jahren auf der Spur und bringt uns in ihrem Referat dieses heimliche und nachtaktive Tier näher.
Neues Präsidium Pro Natura Berner Oberland
Anlässlich der 66. Jahresversammlung von Pro Natura Berner Oberland ist Nadja Keiser-Berwert als langjährige Präsidentin von Pro Natura Berner Oberland zurückgetreten. Nach eigener Aussage hat sie einen gut funktionierenden Vorstand aus engagierten Fachpersonen aufbauen können, sodass sie guten Gewissens das Mandat abgeben kann. Die Wichtigkeit von Pro Natura im Berner Oberland zeigte sich im Jahresrückblick. Es wurden zahlreiche illegal erstellte Bauten angefochten, sodass diese zurückgebaut werden müssen. Als Anwältin der Natur wehrt sich Pro Natura, dass das Berner Oberland (noch) reich an seltenen und gefährdeten Arten und Lebensräume durch nicht mit der Naturschutzgesetzgebung vereinbarenden Projekten negativ tangiert wird.
Gespannt wurde dementsprechend der Vorschlag des Vorstandes für das Präsidium erwartet. Gewählt wurde schlussendlich Hanspeter Güntensperger aus Frutigen. Als ehemaliger Präsident der Fischerei Pachtvereinigung Spiez und mit den Erfahrungen als früheres Mitglied der Rechtsgruppe bei Aqua Viva kennt er die Verfahren und einige Player in der Region.
Bei der Verabschiedung von Nadja Keiser-Berwert wurde ihr Gesamtwerk durch zahlreiche Wortmeldungen gewürdigt. Der grosse Respekt gegenüber ihrem Einsatz zeigt sich auch mit der Ernennung zur Ehrenpräsidentin von Pro Natura Berner Oberland.
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- Ehemalige Präsidentin Nadja Keiser-Berwert und neu gewählter Präsident von Pro Natura Berner Oberland Hanspeter Güntensperger
Praktischer Einsatz für die Natur
In den letzten Jahren hat die Fläche der Alpweiden in der Schweiz abgenommen - dies grösstenteils aufgrund fortschreitender Verbuschung. Während einzelne Büsche Refugien für Arten bilden und somit den Lebensraum bereichern können, kann das unkontrollierte Ausbreiten von Farnen, wie der Adlerfarn, oder Büschen, wie der Grünerle, zu einem drastischen Rückgang der Artenvielfalt führen.
Wir freuen uns über alle, die mithelfen und einen Tag in schöner Bergumgebung verbringen möchten. Für mehr Infos: Catrin Linke, Tel 079 594 57 31 oder Pro Simmental.
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Catrin Linke
- Jeder vom Unkraut befreite m² bietet wieder Raum für artenreiche Wiesen
Projekt Fürtbächli, Kandergrund
Die Geländesenke in der Fürte, Gemeinde Kandergrund, wurde während des Hochwasserereignisses vom 10. Oktober 2011 überflutet. Aufgrund der lokalen Verhältnisse konnte das Wasser nicht versickern. Der entstandene kleine See in der Fürte wurde durch das Fürtbächli weiter gespiesen. Als Revitalisierungsmassnahme und zum Schutz vor weiteren Hochwassern sollte die Geländesenke in der Fürte aufgeschüttet und das Fürtbächli auf rund drei Vierteln seiner Länge umgelegt werden. Das Projekt zur Neugestaltung des Gerinnes sah die Aufhebung des entstandenen «Seelis » vor.
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- Der hintere Amphibienteich neben dem umgelegten Fürtbächli.
Pro Natura Berner Oberland forderte 2012 in der Einsprache zum Projekt den Weiterbestand des stehenden Gewässers, da dieses zusätzlichen Lebensraum für Flora und Fauna geschaffen hatte. Aus unserer Sicht sollte eine Revitalisierung keinen Rückschritt für die Natur bedeuten. Im Rahmen der langen Verhandlungen sicherten wir im Jahr 2015 zu, dass sich Pro Natura Berner Oberland an den Kosten für die ökologische Aufwertung, namentlich am Bau von zwei Amphibienteichen, beteiligen würde. Wir konnten aus dem OBEG-Geld CHF 10'000 für die Erstellung der Tümpel in Aussicht stellen.
Der OBEG, Oberländischer Bund zum Erhalt der Gewässer, hat sich vor vielen Jahren aufgelöst und sein Vereinsvermögen Pro Natura Berner Oberland vermacht, mit der Auflage das Geld für Gewässerschutz im Kandertal einzusetzen. Deshalb beschlossen wir den für uns doch hohen Beitrag.
Weiterführende Informationen
Info
3. Januar 2027 Exkursion Wintergäste an unseren Gewässern. Anmeldung unter [email protected]