Niesen Matthias Sorg

Regionalsektion Berner Oberland

Wir kümmern uns um die Naturwerte im Berner Oberland und achten als Anwältin der Natur darauf, dass Gesetze und Verordnungen im Natur- und Landschaftsbereich eingehalten werden.

Vorstand

Der Vorstand der Regionalsektion Berner Oberland:

  • Keiser-Berwert Nadja (Präsidentin)
  • Straubhaar Michael (Vizepräsident)
  • Guhl Etienne (Projektleiter)
  • Blumenstein Claudia (Protokoll)
  • Immer Fritz (Region Oberhasli)
  • Kroll Stefan (Region Niedersimmental)
  • Kummer René (Region Niedersimmental, Kassier)
  • Langenegger Anita
  • Linke Catrin (Region Obersimmental)
  • Pfenninger Martina (Region Frutigen)
  • Reber Sabine (Region Saanenland)
  • Schenk Thomas (Region Lütschentäler)
  • Steiner Marco (Kandertal)
  • Zbären Ernst (Region Obersimmental)

 

Hauptversammlung 2024

Samstag, 2. März 2024 14.00 Uhr in der Burgerstube des Lötschbergzentrums in Spiez

1. Teil : Traktanden

1. Jahresbericht 2023
2. Jahresrechnung und Revisorenbericht 2023
3. Budget 2024
4. Wahlen
5. Tätigkeitsprogramm 2024
6. Verschiedenes

2. Teil : Energiewende ja, aber naturverträglich! Zirka 15.30 Uhr

Die politischen Versäumnisse und Verweigerungen der Vergangenheit holen uns ein. Statt zielführend und strategisch gestaltet sich die Energiepolitik hektisch und kopflos. Mit teilweise gravierenden Auswirkungen auf Natur und Landschaft. Eine Einordnung.
Referent: Michael Casanova, Biologe, Projektleiter Gewässerschutz-, Energie- und Klimapolitik, ProNatura, Dozent Naturschutz FHNW Muttenz

 

Praktischer Einsatz für die Natur

Freiwillig aktiv sein in schönster Naturumgebung – Weideunkräuter bekämpfen im Obersimmental

Die Alpwirtschaft hat im Simmental eine lange Tradition. Talbetrieb und Alpbetrieb miteinander zu bewirtschaften, bindet Kraft und verlangt alles von den Bauernfamilien. Und manchmal reicht es eben nicht – und es bleiben Sachen liegen, werden nicht erledigt. So auch auf der Alp Lauenenweidli ob St. Stephan, hier sind es Disteln, welche sich über mehrere Jahre ausbreiten konnten. Solch stechendes Gewächs ist unangenehm, im Heu und auf der Weide.

 

Alp Lauenenweidli oberhalb von St. Stephan
Alp Lauenenweidli oberhalb von St. Stephan

Der Besitzer der Alp, Landwirt Hanspeter Regez, hatte seit einigen Jahren Hüftbeschwerden und war nicht mehr gut zu Fuss. Die steilen Hänge des Lauenenweidlis konnte er zuletzt gar nicht mehr erreichen, Jungrinder wurden hineingelassen. Jetzt, nach gut überstandener Hüftoperation, blickt er optimistisch in die Zukunft und will Ordnung machen. «Wenn weniger Disteln im Futter sind, wird es besser gefressen und als Heu eignet es sich dann auch», gibt sich der Landwirt überzeugt. «Doch diese Fläche schaffe ich nicht allein...»

Hiermit lädt Pro Natura Berner Oberland freiwillige Helfer ein!

Ob Sie einen Nachmittag helfen oder mehrere Tage aktive Ferien verbringen möchten, liegt bei Ihnen. Für Unterkunft und Verpflegung ist gesorgt… und seien Sie darauf gefasst, dass Ihnen die Natur und Ruhe vor Ort so gut gefallen, dass Sie wiederkommen möchten. Sie wären nicht die ersten, denen es so ergeht.

Nach den Anstrengungen vom Frühjahr können wir ab sofort in eine zweite Runde starten. Aktuell kommen die restlichen Disteln in die Blüte und können gut gezogen werden.
Kontakt: Catrin Linke 079 594 57 31 oder Hanspeter Regez, Bremenegg, 3775 Lenk. Tel. 077 488 47 30

Projekt Fürtbächli, Kandergrund

Die Geländesenke in der Fürte, Gemeinde Kandergrund, wurde während des Hochwasserereignisses vom 10. Oktober 2011 überflutet. Aufgrund der lokalen Verhältnisse konnte das Wasser nicht versickern. Der entstandene kleine See in der Fürte wurde durch das Fürtbächli weiter gespiesen. Als Revitalisierungsmassnahme und zum Schutz vor weiteren Hochwassern sollte die Geländesenke in der Fürte aufgeschüttet und das Fürtbächli auf rund drei Vierteln seiner Länge umgelegt werden. Das Projekt zur Neugestaltung des Gerinnes sah die Aufhebung des entstandenen «Seelis » vor. 

 

Der hintere Amphibienteich neben dem umgelegten Fürtbächli.
Der hintere Amphibienteich neben dem umgelegten Fürtbächli.

Pro Natura Berner Oberland forderte 2012 in der Einsprache zum Projekt den Weiterbestand des stehenden Gewässers, da dieses zusätzlichen Lebensraum für Flora und Fauna geschaffen hatte. Aus unserer Sicht sollte eine Revitalisierung keinen Rückschritt für die Natur bedeuten. Im Rahmen der langen Verhandlungen sicherten wir im Jahr 2015 zu, dass sich Pro Natura Berner Oberland an den Kosten für die ökologische Aufwertung, namentlich am Bau von zwei Amphibienteichen, beteiligen würde. Wir konnten aus dem OBEG-Geld CHF 10'000 für die Erstellung der Tümpel in Aussicht stellen.

Der OBEG, Oberländischer Bund zum Erhalt der Gewässer, hat sich vor vielen Jahren aufgelöst und sein Vereinsvermögen Pro Natura Berner Oberland vermacht, mit der Auflage das Geld für Gewässerschutz im Kandertal einzusetzen. Deshalb beschlossen wir den für uns doch hohen Beitrag.

Unterhalt - freiwillige Helfer gesucht

Schon im November 2013 hatte Markus Schnidrig im Namen von Pro Natura Berner Oberland zugesichert, dass wir den jährlichen Unterhalt der beiden Amphibientümpel machen würden. Im Herbst 2022 konnte das Revitalisierungsprojekt Fürtbächli endlich fertiggestellt werden. Vorstandsmitglied Stefan Kroll wird als Fachmann die Koordination des Unterhalts der beiden Amphibienteiche übernehmen. Die Einsätze werden ein- bis zweimal jährlich (Frühling, Herbst) stattfinden. Dazu brauchen wir jeweils Freiwillige für einen praktischen Naturschutzeinsatz. Wer tatkräftig mithelfen möchte, darf sich gerne bei ­uns melden.

 

Unnötiges und schädliches Lichtprojekt am Eiger

Zum chinesischen Jahr des Tigers hat der Schweizer Lichtkünstler Gerry Hofstetter mit Unterstützung von Grindelwald Tourismus, der Gemeinde Grindelwald und Mäzenen einen Tiger an die Eigernordwand projiziert. Pro Natura Berner Oberland verurteilt die Aktion «Tiger on Eiger» sowie jegliche Beleuchtung der Berglandschaft aufs Schärfste. Die durch solche Projektionen verursachte Lichtverschmutzung stellt eine Bedrohung für die Tier- und Pflanzenwelt im Alpenraum sowie den Nachthimmel dar. Unnötige Lichtemissionen sind auf ein Minimum zu reduzieren, Natur und Landschaft vor Lichtimmissionen zu schützen und Projekte dieser Art zu unterlassen.

Licht aus für die Nachttiere: Überblick über die negativen Auswirkungen durch Lichtverschmutzung (Pro Natura Magazin Mai 2019)

 

Partnerschaft von Pro Natura Berner Oberland mit Wildheart 

Für Pro Natura Berner Oberland ist es wichtig, innovative, nachhaltige Bewegungen zu fördern. Deshalb ist sie im Frühjahr 2021 eine Partnerschaft mit der nachhaltigen Lifestyle-Bewegung Wildheart eingegangen.

Wildheart ist eine Lifestyle-Bewegung für naturverbundene Menschen. Es ist eine lokale Initiative, die aus dem Wunsch heraus entstanden ist, mehr Menschen zu ermutigen, sich nachhaltig mit der Schweizer Natur zu verbinden und ihnen die Möglichkeit zu geben, Hüter der wilden Orte zu werden, für die sie sich begeistern. Die nach strengen Umweltstandards hergestellten T-Shirts der ersten Auflage wurden in Adelboden entworfen, mit einer ansprechenden Illustration der Adelbodener Landschaft auf der Rückseite. Kaufen kann man diese im Tourismusbüro in Adelboden und online.

 

Zugvogeltag 2021

Der 27. Internationale Zugvogeltag fand am 3. Oktober 2021 in Habkern statt. Zusammen mit dem Natur- und Vogelschutzverein Münsingen und Vogelschutzverein Bödeli gaben die Experten Michael Straubhaar, Marco Zahnd und Ruedi Christen auf der Lombachalp/Habkern Auskunft über das Naturschauspiel dieser vorbeiziehenden Vögel.

Rückblick und Interview mit Michael Straubhaar in der Jungfrauzeitung.

 

Weiterführende Informationen

Info

Samstag, 2. März 2024 14.00 Uhr in der Burgerstube des Lötschbergzentrums in Spiez

5. Januar 2025 Exkursion Wintergäste an unseren Gewässern. Anmeldung unter bern.birding@gmx.ch

Kontakt

Präsidentin
Nadja Keiser-Berwert
3700 Spiez
Tel. 079 748 72 81
@email

Vizepräsident
Michael Straubhaar
Tel. 079 466 93 29

Projektleiter
Etienne Guhl
Schwarzenburgstrasse 11
3007 Bern
Tel. 031 510 02 92
@email

PC 30-16405-7