Les Pontins © Jan Ryser

Landkauf und Aufwertung

Naturschutzgebiet Marais des Pontins

Der Ostteil des Moores von Les Pontins wurde durch Torfabbau, Entwässerungen, Aufforstungen und sogar eine geplante Ferienhausüberbauung beeinträchtigt und gefährdet. Dank Kauf der Teilfläche und eine nachfolgende Aufwertung präsentiert sich das Moor wieder als interessanter Lebensraum.

Die Moore von Les Pontins umfassen Flach- und Hochmoore, Feuchtwiesen und Wald und liegen auf 1100 m Höhe südlich von St. Imier, auf einer Ebene an der Nordflanke des Chasserals. Der Teil westlich der querenden Kantonsstrasse, rund 26 ha, wurde bereits ab 1947 schrittweise vom Kanton Bern unter Schutz gestellt. Im Zusammenhang mit der Aufnahme des Moorgebiets in das Bundesinventar der Moorlandschaften von nationaler Bedeutung erfolgte 2004/05 eine Revision des Schutzbeschlusses und des Perimeters. Dabei konnten 16 ha östlich der Kantonsstrasse zusätzlich ins Schutzgebiet aufgenommen werden.

Pro Natura Jura bernois interessierte sich bereits seit längerem für den Kauf der Flächen im Osten des Moores – ohne Erfolg. Die Revision brachte nun aber einiges in Bewegung. So konnten schliesslich 5 ha von drei privaten Grundeigentümern erworben werden. Der Kauf wurde mitfinanziert durch den Bund, den Lotteriefonds des Kantons Bern und Pro Natura. Die Abteilung Naturförderung des Kantons Bern und die Burgergemeinde St. Imier unterstützten den Kauf in technischer Art.

Umfassende Aufwertung

Der Erwerb der Moorflächen durch Pro Natura (Bern) ermöglichte in der Folge unter Leitung des Zentralsekretariats eine umfassende Renaturierung im östlichen, durch Entwässerung, Torfabbau und Fichtenaufforstungen beeinträchtigten Moorabschnitt. Im Winter 2015/16 wurde der Hauptabzugsgraben durch Spundwände verschlossen und mit Material von angrenzenden Flächen aufgefüllt. Dort entstanden in der Folge mehrere Wasserflächen. Die seitlich zuführenden Gräben wurden ebenfalls aufgefüllt und die Fichtenaufforstungen teilweise entfernt. Eine extensive Beweidung von Teilflächen soll die offenen Flächen als Flachmoore oder artenreiches Grünland erhalten.

Die Finanzierung erfolgte mit Beiträgen von Pro Natura, Bund und Kanton, des BKW Ökofonds, der Yvonne Jacob Stiftung und des Fonds Landschaft Schweiz.